Kunst, Kultur und Dialog im Wipptal

„Wipptalherz“ ist ein künstlerisches und soziales Projekt des Wipptaler Künstlers Thomas Schafferer. Mit verschiedensten Aktionen, Veranstaltungen, Produkten und Veröffentlichungen möchte er seinen persönlichen Beitrag leisten, um Menschen zusammenzubringen, für Kunst und Kultur zu begeistern und KünstlerInnen der Region sichtbar zu machen.

Das Wipptalherz wurde in der Phase 3 bis 31.12.2023 unterstützt vom Tourismusverband Wipptal, Planungsverband Wipptal, Parkhotel Matrei, von der Marktgemeinde Matrei am Brenner, der Gemeinde Steinach, der Strahlefrau Claudia Giner und von den Raiffeisenbanken im Wipptal. Herzlichen Dank dafür! Nachsatz: Trotz aller finanzieller Unterstützungen fehlen dem Wipptalherz noch etliche Gelder, um essentielle Kosten abzudecken. Falls Du was beitragen möchtest, melde Dich per Mail.

Infos zum Wipptalherz generell:

Bislang agierte es über zwei Wege, nämlich einerseits mit Hilfe des gleichnamigen, offenen Atelier-, Büro- und Kommunikationsraums in Matrei (Brennerstraße 86). Öffnungszeiten bis ca. Mitte April 2024: nur nach Vereinbarung per Mail an wipptalherz@cobi.at, da Winterpause, um nach 40 Events, Aktionen und Einzelprojekten im Wipptal mal durchzuschnaufen und eine neue Phase einzuläuten!

In dieser Kulturraststation fanden u.a. unterhaltsame, inspirierende Aktivitäten statt:

PHASE 1 von März bis September 2022:

Di 10.05.2022 Wipptalherz Offene Tür 1, Thema Kunst & Kultur im Wipptal: Ausstellung von Victoria Hörtnagl & Walter Reitmair, Gespräch & Musik: Max von Milland – Offizielle Eröffnung

Mi 01.06.2022 Wipptalherz Offene Tür 2, Thema Menschen im Wipptal: Ausstellung von Gregor Aigner & Lisa Jenewein, Gespräch, Musik: Tanja Pidot

Sa/So 25.-26.06.2022 Wipptalherz Spezial 1, Präsentation Zwischenstand Tagebuchprojekt 2022 (Bild, Video, Text) von Thomas Schafferer im Rahmen der „Tage der offenen Ateliers“ des Vereins kulturnetzTirol, Künstlerischer Spaziergang „Thomas Schafferers Matrei“ Samstag 17.00-19.00 Uhr (Treffpunkt: 16.55 Uhr, Brennerstr. 86)

Mo 04.07.2022 Wipptalherz Spezial 2, Mit dem Smartphone künstlerisch durch die Prä- und Historie Matreis: Ein interaktiver Workshop für SchülerInnen der Mittelschule Steinach im Rahmen von „Zeitreise.Schätze.Wipptal”

Do 07.07.2022 Wipptalherz Offene Tür 3, Thema Auf Reisen (nicht nur) im Wipptal: Ausstellung von Oskar Krismer & Alina Özyurt, Gespräch Florian Obojes, Musik: Julia Costa feat. Martin Bayer

Do 18.08.2022 Wipptalherz Spezial 3, Kultureller Beitrag zum Night Shopping Matrei: die Wipptaler Musikerin Tanja Peer im Gastgarten des Parkhotel Matrei direkt neben dem geöffneten Wipptalherz, wo (wie im Marktl) Einkaufstaschen und Shirts verteilt wurden

Andererseits strömt „Wipptalherz“ aus, um UNTERWEGS an verschiedensten Orten des Wipptals kulturelle Angebote zu schaffen, z.B.

Foto by Daniel Furxer

PHASE 1 von März bis September 2022:

Fr 01.07.2022 Wipptalherz Unterwegs 1, Steinach, Erzählcafé „Geschichten aus dem alten Wipptal“ mit der Steinacher Ortschronistin Christiane Wanner (nicht nur) für SeniorInnen in Kooperation mit den Steinacher SeniorInnen und der Computeria Wipptal im Hotel Wilder Mann, Steinach, Brennerstraße 38

So 31.07.2022 Wipptalherz Unterwegs 2, Gschnitz, Mal- und Zeichenwerkstatt für 16 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren mit Künstler Christian Yeti Beirer im Mühlendorf Gschnitz in Kooperation mit EKiZ Wipptal und Verein Sternschnuppe

So 07.08.2022 Wipptalherz Unterwegs 3, Navis, Kunstworkshop „Mein Bild vom Wipptal“ für Kids & Jugendliche in der Werkstatt des Künstlers Carl Felder, Navis, Außerweg 3a

Sa 13.08.2022 Wipptalherz Unterwegs 4, Gries, Präsentation Wipptalherz „Was bisher geschah“ inkl. Kunstwerken von Jugendlichen zum Wipptal und humorvoller Lesung von Thomas Schafferer, Musik: Wolfgang Peer & Tanja Pidot (Ausstellungsdauer 09.-17.08. Mo-Fr 07-13.00, Mi+Fr 17-20.00, geschlossen an Sams-, Sonn-, Feiertagen) in Kooperation mit dem Verein Sternschnuppe im Gasthof Rose, Gries 16

In der PHASE 1 von März bis September 2022 wurde Wipptalherz als einziges KÖR-Projekt aus dem Bundesland Tirol unterstützt und gefördert im Rahmen der Aktion „Kunst im öffentlichen Raum 2022“ des Landes Tirol:

Foto by Daniel Furxer

RÜCKBLICK AUF PHASE 1:

Wipptalherz: Künstlerische Performance, temporäre Intervention, „lebendige Skulptur“ & soziales Experiment im öffentlichen, ländlichen Raum.

Dank der großartigen Unterstützung von Seiten des Landes Tirol und der Jury von KÖR konnte sich Thomas Schafferer mit dem Projekt Wipptalherz massiv künstlerisch im Wipptal einbringen, „presence“ zu zeigen und großes Interesse an der kulturellen Weiterentwicklung der Region beweisen. Die mittlerweile nur noch 10 Gemeinden mit frischer Kunst, Kultur und Kommunikation zu versorgen war sein zentrales Anliegen und ist ihm Gott sei Dank hervorragend gelungen.

„Wipptalherz“ war ein künstlerisches und soziales Projekt mit 10 Programmpunkten. Schafferer leistete mit verschiedensten Aktionen, Veranstaltungen, Produkten und Veröffentlichungen seinen persönlichen Beitrag, um Menschen zusammenzubringen, für Kunst und Kultur zu begeistern und KünstlerInnen der Region sichtbar zu machen.

Dies geschah über zwei Wege: Einerseits mit Hilfe des gleichnamigen, offenen Atelier-, Büro- und Kommunikationsraums in Matrei (Brennerstraße 86, gegenüber des Bahnhofs). In dieser Kulturraststation fanden u.a. unterhaltsame, inspirierende Aktivitäten (vor allem mit Wipptaler KünstlerInnen / Persönlichkeiten) kostenlos und freizugänglich statt. Andererseits strömte „Wipptalherz“ aus, um unterwegs an verschiedensten Orten des Wipptals kulturelle Angebote zu schaffen.

Abseits der bereits oben genannten 10 Veranstaltungen und Aktionen hatte das Projekt folgenden Verlauf, der hiermit kurz skizziert werden soll:

Am Beginn des Projekts erfolgte die Suche nach einer leerstehenden Räumlichkeit im Wipptal. Der ursprünglicher Gedanke den trostlosen Leerstand im Tal zu beleben und ein brachliegendes Lokal, am besten in Steinach oder Matrei (z.B. im geschichtlich interessanten „Marktl“) anzumieten, stellte sich als eine der mühevollsten Arbeiten heraus.

Entweder waren die Locations zu klein und für den Zweck einer multifunktionalen Nutzung (Büro, Atelier, Kommunikations- und Eventraum) nicht geeignet oder zu teuer. Andererseits waren zahlreiche potenzielle Vermieter schlussendlich doch nicht gewillt Bewegung in den Stillstand zu bringen und ihren Material-Lagerraum zu räumen. Über zehn Räume hatte Schafferer am Beginn der Projektphase begutachtet. Nur dank der mittlerweile abflauenden Corona-Krise konnte er zufällig eine Immobilie sichten, an die er zuvor nie gedacht hatte.

Direkt gegenüber des Bahnhofs Matrei befand sich nämlich eine Corona-Test-Station, die aufgrund der sich verbessernden Situation von der einen auf die andere Woche nicht mehr weiterbetrieben wurde. Und so konnte er zwar nicht im wunderschönen, historisch einzigartigen Marktl, jedoch in perfekter Lage einen Raum anmieten. Busse und Züge halten hier, nebenan befindet sich das wunderbare Parkhotel mit riesigem Parkplatz. Noch dazu war somit die getränketechnische Versorgung bei Veranstaltungen mittels Kooperation ebenfalls gewährleistet.

Nachdem Schafferer ab Mitte März diese Location anmieten konnte, stand die gestalterische Frage des völlig leeren Raumes im Mittelpunkt. Einerseits mussten die elektrischen Leitungen bzw. Steckdosen neu und Schienen für Ausstellungen verlegt werden. Die Schaufenster und Anzeigetafel wurden beklebt, Einrichtungsgegenstände besorgt. Das Lokal wurde adaptiert, gestrichen und funktional eingerichtet.

In enger Zusammenarbeit mit der Wipptaler Werbeagentur Kreativstadl wurde sofort zu Beginn ein berührendes Herzlogo und eine grafische Linie für das Equipment bzw. die Werbemittel entwickelt. Dies floss auch in jene künstl. Werke zur Verteilung an die Bevölkerung ein, die sich Thomas Schafferer vorgenommen hatte zu erschaffen: Taschen, Shirts, Hoodies, Cap, Handyhülle, Puzzle, Flasche, etc. um das Projekt gut und schnell bekannt zu machen.

Parallel dazu mussten die 10 Aktionen und Aktivitäten, sprich ein buntes Programm für unterschiedliche Zielgruppen mittels Vorgesprächen, Auswahl an Kunstwerken (der ausgestellten Wipptaler KünstlerInnen) und Locationbesichtigungen konzipiert werden, sowohl für die Kulturraststation, als auch die Auswärtstermine des Wipptalherz.

Diese Aktivitäten und Fortschritte des Projekts wurden auf den Wipptalherz-Social-Media-Kanälen auf Instagram und Facebook bzw. auch in etwas dezenterer Form auf der Website verkündet, die auch extra dafür kreiert wurde. Noch vor der ersten Veranstaltung begann Schafferer in der Kulturraststation künstlerische Werke zu erzeugen, um als Künstler im öffentlichen Raum aufzutauchen, für Fragezeichen im positiven Sinne zu sorgen und in regen Austausch mit den Menschen einzutreten.

Seine physische Präsenz funkte tatsächlich direkt in den Alltag der TalbewohnerInnen, auch um Kunst und Kultur als wichtiges Lebensmittel für alle Lebensbereiche sichtbar zu machen. Als leibhaftiges Anschauungsobjekt war er (und sein „Schafferern“) in den perfekt großen Schaufenstern der Location regelmäßig anwesend und beobachtbar. Quasi als „lebendige Skulptur“ versuche er Empathie für Kunstschaffende zu erzeugen und die Wichtigkeit von Kunst und Kultur zu demonstrieren.

Dies sollte auch andere Menschen, nicht nur KünstlerInnen ermutigen, selbst aktiv zu werden und Räume zu beleben. Zugleich war er auch federführend dem Tal mehr kulturelle Impulse zu geben und künstlerische Lebendigkeit zu vermitteln. Deshalb trat er auch in direkten Kontakt zu vielen anderen KünstlerInnen und Institutionen.

Das Kommunikationsbüro war zwar auch Entstehungsort zahlreicher kleinerer wie größerer künstlerischer Arbeiten (auch mit Wipptalbezug), machte aber vorwiegend seinem Namen alle Ehre, denn hier kamen immer wieder WipptalerInnen auf ein Gespräch vorbei. Bei einer Tasse Kaffee und einem Glas Wasser konnte man sich zusammensetzen, um über das Wipptal zu philosophieren. Wipptalherz: Ein Projekt, das zwar aus dem Kunstsektor kam, jedoch auch das allgemeine Miteinander im Tal sehr stärkte.

Resümierend muss gesagt werden, dass es ein beinharter Knochenjob war, nahezu zwei- bis sogar wöchentlich eine neue Veranstaltung für Kinder, Jugendliche, Familien, SeniorInnen aus dem Ärmel zu schütteln und permanent im Alltag der Menschen präsent zu sein. Zum Glück halfen einige Personen dabei mit. Nichtsdestotrotz war der Aufwand die Mühe wert, da der enorme Erfolg dafür sprach. Das Feedback der Bevölkerung war nämlich derart positiv, dass es unbedingt notwendig ist, das Projekt in der einen oder anderen Weise mittels PHASE 2-3 fortzusetzen.

SponsorInnen, SpenderInnen und FördergeberInnen sollen hiermit gebeten werden das Fortbestehen dieser außergewöhnlichen künstlerischen bzw. sozialen Aktion zukünftig auch finanziell ausreichend zu unterstützen, da es im Tal extrem schwierig ist Gelder aufzutreiben, um für die Allgemeinheit Angebote zu schaffen.

PHASE 2 unterstützt u.a. von kulturimpulstirol wird in Kürze auch hier dargestellt! Ebenso wie PHASE 3 bis 31.12.2023

Impressum: Wipptalherz, Thomas Schafferer, Brennerstraße 86, 6143 Matrei, Mail: wipptalherzATcobi.at